«Vote Now. Ride Later. – Newsreel #2»

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Das Pariser Klimaabkommen - Ein Crashkurs.

Wenn wir wissen wollen, warum das CO2-Gesetz für die Schweiz und insbesondere für die Alpenregion wichtig ist, müssen wir verstehen, vor welchem Hintergrund die Forderungen im CO2-Gesetz stehen. Die Suche nach Antworten führt nach Paris … zum Klimaabkommen. Dieser zweite Beitrag der Vote Now, Ride Later Serie stellt das Pariser Klimaabkommen vor und erklärt, was seine Bedeutung für die Outdoor Community ist.

VERZÄHL MAL, WAS ISCH S’PARISER KLIMAABKOMME?

Das Pariser Klimaabkommen von 2015 ist eine internationale Einigung, um dem Klimawandel gemeinsam entgegenzuwirken. Kernpunkt des Abkommens ist eine weltweite Strategie, die sich aus eigenständigen Aktionsplänen aller Mitglieder zusammensetzt, um den globalen Temperaturanstieg auf 1.5° C gegenüber vorindustriellen Zeiten zu begrenzen. Das Pariser Klimaabkommen ist eine Teamarbeit, in der jeder nach Möglichkeiten und Stärken arbeitet: Wohlhabendere Länder, die tendenziell einen gewichtigeren ökologischen Fussabdruck haben, kompensieren für hilfsbedürftigere Länder.

Mit anderen Worten, das Pariser Klimaabkommen ist wie eine Bergführerin. Sie kennt den Weg, die Bedingungen und die Landschaft und kann ihren Plan anpassen, wenn Herausforderungen auftauchen. Die Bergführerin weiss, wo Gefahren lauern und sorgt dafür, dass alle sicher ans Ziel kommen. Doch jedes Teammitglied der Expedition übernimmt gleichzeitig Eigenverantwortung und jeder setzt auf seine Stärken. Die einen können gut klettern, die anderen haben eine unschlagbare Ausdauer und einige sind fühlen sich in der Abfahrt wohler, doch in jeder Situation unterstützen die Stärkeren die unsicheren Gruppenmitglieder.

Die Schweiz hat das Pariser Klimaabkommen 2017 ratifiziert und ist seitdem Teammitglied. Mit der Totalrevision des CO2-Gesetzes kommt sie den Klimazielen des Abkommens einen Schritt näher und zeigt auf der internationalen Szene, dass sie bereit ist, im Klimaschutz Verantwortung zu übernehmen. So gilt es auch für die Schweiz die Erderwärmung auf 1.5° C zu beschränken. Darüber hinaus will die Schweiz bis 2050 klimaneutral sein, um mit den Zielen des Pariser Abkommens im Einklang zu stehen. Dazu sind Emissionsreduzierungen in allen Sektoren gefordert, wo politische oder private Akteure klimarelevante Entscheidungen mitdefinieren.

PARIS IN DEN ALPEN

Welche Vorteile hat das Pariser Klimaabkommen für die Alpen und den Bergsport? Es ist kein Geheimnis, die Folgen des Klimawandels lassen sich bereits heute mit blossem Auge an unserer Berglandschaft erkennen. Unregelmässiger werdende Schneefälle und kürzere Winter sind eine akute Gefahr für das Überleben kleinerer Skigebiete und langfristig für den Wintersport allgemein. Dies hat natürlich ebenfalls einschneidende wirtschaftliche Folgen. Zudem haben wärmere Temperaturen den Permafrost in den Alpen ausgedünnt. Wo Gletscher schmelzen, wird der Boden instabil: Steinschläge, Lawinen und Erdrutsche bedrohen die Talbewohner und machen das Bergsteigen gleichzeitig riskanter. Kurz gefasst, wirkt sich die Klimakrise auf alle Facetten des Bergsports aus. Diese gravierenden Auswirkungen sind auf vom Menschen verursachte CO2-Emissionen zurückzuführen. So trägt auch die Agenda des Schweizer CO2-Gesetzes zur Erhaltung unserer Alpenlandschaften bei, denn genau diese Emissionen will das Pariser Klimaabkommen verringern.