«Vote Now. Ride Later.» - Gipfeltreffen zum Klimaschutz

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Medienmitteilung: Das CO2-Gesetz bietet grosse Chancen für den Schutz unserer Bergwelt und die damit verbundenen Jobs

Die Engelberger Skifahrerin und Botschafterin für Protect Our Winters POW, Michelle Gisin, hat heute gemeinsam mit Bundesrätin Simonetta Sommaruga und Françoise Jaquet, Präsidentin des Schweizer Alpen-Club SAC, den Titlis Gletscher in ihrem Heimatdorf besichtigt. Dabei wurde ihnen vor Augen geführt, wie stark das Alpenland Schweiz heute schon vom Klimawandel betroffen ist. Die drei Frauen setzen sich deshalb gemeinsam für ein Ja zum CO2-Gesetz ein, um unsere Bergwelt und die damit verbundenen Jobs zu erhalten.

Engelberg (OW), 8. Mai 2021 - Der Klimawandel trifft die Alpen besonders stark: die durchschnittliche Nullgradgrenze könnte bis Mitte dieses Jahrhunderts von 850 m ü. M. auf bis zu knapp 1500 m ü. M. klettern. Und unternehmen wir nichts, um die Erwärmung zu verlangsamen, so verschwinden bis ins Jahr 2100 fast alle Alpengletscher. Diese Entwicklungen haben nicht nur dramatische Folgen für Freizeitaktivitäten, Tourismus und die Beschäftigung in Berggebieten, sondern auch für den Wasserhaushalt der Schweiz.

Die Klimakrise hat den Tourismus erreicht. Olympiasiegerin Michelle Gisin, Bundesrätin Simonetta Sommaruga und SAC-Präsidentin Françoise Jaquet konnten sich Folgen von abschmelzenden Gletschern und auftauendem Permafrost von Spezialisten der Titlis Bergbahnen zeigen lassen, und sich darüber informieren, welche Kosten die Klimaerwärmung für die Bergbahnen mit sich bringt.

Im anschliessenden Gespräch der drei Frauen standen die Chancen des revidierten CO2-Gesetzes im Zentrum. Für Michelle Gisin, in Engelberg geboren und aufgewachsen, steht die Sorge um den Gletscher oberhalb ihres Dorfes am Anfang ihres Engagements für den Klimaschutz. Die Botschafterin für Protect Our Winters sagt: «Mir liegen unsere Berge am Herzen, deshalb setze ich mich dafür ein, dass wir als Nation etwas gegen die Klimaerwärmung tun - und darum unterstütze ich das CO2-Gesetz.»

Bundesrätin Simonetta Sommaruga ergänzt: «Die Berggebiete sind auf den Klimaschutz angewiesen. Gletscher und Tourismus sorgen für Arbeit in den Bergen und für Kundschaft für die lokalen Unternehmen. Der Klimafonds im neuen CO2-Gesetz wird die Bergregionen zudem unterstützen, damit sie sich gegen die schädlichen Auswirkungen der Klimaerwärmung besser schützen können - zum Beispiel indem Sicherheitsnetze und Schutzeinrichtungen gebaut werden, die vor Erdrutschen und Lawinen schützen.»

SAC-Präsidentin Françoise Jaquet plädiert ebenfalls für ein Ja: «Der SAC als grösster Bergsportverband der Schweiz ist selber stark vom Klimawandel betroffen. Das neue CO2-Gesetz stellt wichtige Weichen für eine effektivere Klimapolitik – darum hat der Zentralvorstand beschlossen, das CO2-Gesetz auch zu unterstützen.»

Am Rande der Veranstaltung informierte Benedicta Aregger, Vizedirektorin Seilbahnen Schweiz, über den Beschluss der Branchenorganisation der Schweizer Bergbahnen, das CO2-Gesetz zu unterstützen.