Portrait

Protect Our Winters Schweiz ist eine Non-Profit-Organisation und Teil des globalen POW-Netzwerks. Gemeinsam mit unseren Sportlern, Mitgliedern und Partnern setzen wir uns für einen umfassenden  Klimaschutz ein. 

 

WORan wir glauben

Unsere Gesellschaft befindet sich in einem Spannungsfeld zwischen dem Bewusstsein für notwendigen Wandel, um unsere Umwelt zu schützen, und dem Unwillen, schmerzhaften Verzicht durchzusetzen. Wir wollen die Schweizer Öffentlichkeit anleiten, sich für eine nachhaltige Lebensweise einzusetzen und das Verhalten beim Bergsport und bei der Ausübung von Freizeitaktivitäten anzupassen. Dies, indem wir Informationen und Entscheidungshilfen zur Verfügung stellen, damit jeder seine negativen Auswirkungen auf die Umwelt bei der Freizeitgestaltung minimieren kann. Das Ziel von POW ist eine breite Bewegung im Kampf gegen den Klimawandel aufzubauen.

Gegründet wurde Protect Our Winters 2007 vom amerikanischen Snowboarder Jeremy Jones, der aus erster Hand die Auswirkungen des Klimawandels auf seinen Sport erlebte. Skigebiete, die für ihn während Jahren zu seinen Lieblingsorten zählten, hatten auf einmal wenig bis gar keinen Schnee mehr. Er entschied sich deshalb, eine Organisation zu gründen, die sich für den Klimaschutz einsetzt – getragen von der Bergsport Gemeinschaft selbst.

Von Anfang an hat POW den Fokus auf Information, Bildung und die Aktivierung der Gemeinschaft gelegt. Diese drei Säulen bilden das Fundament der Organisation. Inzwischen ist POW eine globale Bewegung mit Ablegern in Norwegen, Finnland, Schweden, Frankreich, Österreich, Deutschland, Grossbritannien und der Schweiz. Über 80 professionelle Athleten und mehr als 130 000 Menschen unterstützen unsere Arbeit.

Obwohl wir in der Schweiz ein relativ hohes Bewusstsein für das Thema Nachhaltigkeit haben, gibt es noch viel Verbesserungspotential. So sehen wir, dass auch in der Schweizer Politik Tendenzen vorhanden sind, die Klimaschutzgesetzgebung aufzuweichen. Wir möchten zudem die Wirtschaft stärker in der Verantwortung sehen. Denn gerade im Tourismussektor bleibt der Winter trotz Bemühungen zur Diversifizierung mehrheitlich die Basis des Geschäftsmodells: fällt der Winter weg, fällt ein grosser Teil des Umsatzes weg. Für die Branche ist es somit im eigenen Interesse die unternehmerischen Aktivitäten auf eine CO2-emissionsarme Basis zu bringen. Umweltschutz muss keinen negativen Einfluss auf den Erfolg des Unternehmens haben. Wir glauben an Marktmechanismen und erarbeiten Lösungen, die Ökologie und Ökonomie in Einklang bringen.

Das Wichtigste ist, dass wir den Wandel hin zu einer klimaneutralen Gesellschaft initiieren, denn wir Bergsportler sind direkt betroffen vom Klimawandel. Doch haben wir eine Stimme, die wir stärker nutzen müssen, um auf die Ursachen und Folgen des Klimawandels aufmerksam zu machen. Wir sind überzeugt, dass wir noch mehr tun können für unseren Planeten und damit auch für unseren Sport – schliesslich sind wir alle von der Natur abhängig, um unsere Passion in den Bergen leben zu können.