«Vote Now. Ride Later. – Newsreel #1»

«Vote Now. Ride Later. – Newsreel #1»

Willkommen zum «Vote Now. Ride Later. – Newsreel #1»

Das «Vote Now. Ride Later. – Newsreel» versorgt euch während unserer Kampagne für das CO2-Gesetz bis zur Abstimmung am 13.06 regelmässig mit Crashkursen in Umweltpolitik, Informationen zum CO2-Gesetz und Kampagnen Tipps und Tricks, damit ihr in der Schweizer Umweltpolitik genauso fit wie im Bergsport werdet. Kurzgefasst: Das «Vote Now. Ride Later. – Newsreel» ist ein politisches Toolkit für alle Outdoor-Enthusiasten. KURZE AUFWÄRMRUNDE ZUM CO2-GESETZ  

Kurze Aufwärmrunde zum CO2-Gesetz

Name:

CO2-Gesetz, Neues CO2-Gesetz, Revidiertes CO2-Gesetz, Neufassung des CO2-Gesetzes, Bundesgesetz über die Verminderung von Treibhausgasemissionen.

Abstimmung:

Das CO2-Gesetz wird der Schweizer Bevölkerung am 13. Juni 2021 zur Abstimmung vorgelegt.

Hauptziel:

Die Halbierung der Schweizer CO2-Emissionen bis 2030 – ausgehend von den Treibhausgasemissionen der Schweiz im Jahr 1990.

Hintergrund:

Das CO2-Gesetz wird alle zehn Jahre überarbeitet und ist das wichtigste Instrument der Schweizer Klimapolitik. Nach langen Diskussionen im Parlament wurde die Neufassung des CO2-Gesetzes im Herbst 2020 von National- und Ständerat verabschiedet. Mit dem neuen CO2-Gesetz werden gleichzeitig die Weichen für einen Klimaschutz im Sinne des Pariser Klimaabkommens gestellt, dem sich auch die Schweiz verpflichtet hat. Doch Vertreter*innen der Öl- und Automobilindustrie, unterstützt von der SVP, stellten sich gegen den Parlamentsentwurf und ergriffen das Referendum, um das Inkrafttreten des neuen Gesetzes zu verhindern. Folglich wird das Gesetz im Juni der Bevölkerung vorgelegt.

Das CO2-Gesetz – Alpine Version: Das Gesetz zieht in der Klimapolitik wichtige Sektoren zur Rechenschaft, wie zum Beispiel den Finanzplatz oder das Baugewerbe. Doch einige Eckpunkte des neuen CO2-Gesetzes dürften insbesondere in der Outdoor-Community Neugier wecken. So gilt im Bereich Mobilität das Stichwort Effizienz. Das grosse Ziel ist die Förderung der E-Mobilität und der Ausbau des öffentlichen Verkehrs. Mit dem Zug oder dem Elektroauto ins Skigebiet fahren, ist in Zukunft also angesagt. Weiter werden mit der Gründung eines Klimafonds Projekte für eine klimafreundlichere Schweiz subventioniert, auch im Alpengebiet. Schliesslich soll eine Flugticketabgabe erhoben werden. Das heisst, wer in Zukunft andere (Berg)horizonte erkunden will, wird ein wenig mehr für sein Flugticket zahlen müssen. Aber aufgepasst, dank Rückverteilungsmechanismus der Steuereinnahmen werden nur Vielflieger*innen benachteiligt sein.

Warum engagiert sich POW Schweiz für das neue CO2-Gesetz? Und warum wollen wir dich als Outdoor-Enthusiast*in auch überzeugen?

Alle, die leidenschaftlich gerne Zeit in den Bergen verbringen, wissen, dass sich die Klimakrise direkt auf unseren Lebensstil auswirkt. Unsere Gletscher schmelzen. Unsere Winter werden kürzer. Die Schnellfallgrenze steigt. Unsere Landschaften verändern sich laufend, weil die Auswirkungen der globalen Erwärmung besonders in den Alpenregionen gravierend sind.

Im Alltag können kleine Gesten einen grossen Beitrag für das Klima leisten: mit dem Fahrrad unterwegs sein, auf eine lokale und vegetarische Ernährung achten, Second-Hand-Produkte bevorzugen, usw. Doch um dem Klimawandel erfolgreich entgegenzuwirken, brauchen wir dringend eine ambitiöse Politik, die unsere Wirtschaft und Gesellschaft dazu auffordert, Verantwortung zu übernehmen. Wir sind fest davon überzeugt, dass das neue CO2-Gesetz der erste richtige Schritt in Richtung nachhaltige Klimalösung für die Schweiz ist.

Es gibt kaum eine klimaneutrale Aktivität – auch nicht im Bergsport. Das CO2-Gesetz hilft uns allen, unserer Leidenschaft weiterhin in einem umweltgerechten Umfeld nachzugehen. Sich für eine zukunftsorientierte Politik einzusetzen, ist eine gute Tat, die jede*r Outdoor-Enthusiast*in sogar in Pandemiezeiten von der Couch aus für den Winter vollbringen kann. Gerade jetzt wo unsere Mobilität und Aktivitäten eingeschränkt sind, sollten wir diese Chance nutzen.