Klimaschutz auf dem Teller - Sommeredition

Klimaschutz auf dem Teller - Sommeredition

Sommer 2021

Auteur: Naomi Koepfli

Ein Sommer, der uns sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben wird. Einerseits aufgrund des vom Klimawandel gezeichneten Wetters, andererseits durch die vielen interessanten Begegnungen mit inspirierenden Menschen im Rahmen des Projekts «Klimaschutz auf dem Teller». Während des Sommers 2021 haben wir fünf Hüttenwochenenden in der ganzen Schweiz durchgeführt. Besucht wurden die Treschhütte, die Cabane Rambert, die Cristallinahütte, die Cabane du Grand Mountet sowie die Georgyhütte.

Cristallinahütte
Cristallinahütte

Treschhütte (UR) – die tiefgelegenste SAC-Hütte der Schweiz

Wir starteteten mit der familienfreundlichen Treschhütte im Fellital in die Hüttensaison. Sie wird die ganze Saison von verschiedenen freiwilligen Hüttenwart*innen geführt. Aufgrund des starken Regenfalls waren nicht viele Gäste vor Ort, doch konnten wir mit den anwesenden Gästen spannende Gespräche führen und ein super feines Abendessen geniessen. Was uns positiv überrascht hat, waren die eigenen Salat- sowie Kräuterbeete gleich neben der Berghütte. Das Menü: Spargelsuppe, Frühlingssalat mit Radieschen und Rüebli, «Linsen-Spaghetti» und zum Dessert ein Rhabarber-Streusel. 

Cabane Rambert (VS) – Das Steinbockparadies

Trotz unsicherer Wetterlage hatten wir stets ein Lächeln auf den Lippen beim Transport der 40 Eier, 40 Zucchetti und gesamthaft 50 Kilogramm Lebensmittel. Vorbei an einer Steinbockkolonie und zahlreichen Schneefeldern erreichten wir die Hütte. Sandrine, die Hüttenwartin, und ihr Team servierten uns eine Gemüsesuppe, einen Zucchetti-Gratin mit Reis, einen Salat und ein Apfel-Caramel-Kompott. Die Hütte gehört der Sektion Diablerets, von welcher uns auch zwei Mitglieder Umweltkommission begleiteten. Trotz durchzogenem Wetter ein absolut lohnendes Wochenende mit vielen interessierten Hüttengästen.

Cristallinahütte (TI) – Transianer*innen meets POW-Team

Die grösste Hütte, welche wir diesen Sommer besucht haben, befindet sich im Kanton Tessin, genauer im Val Bedretto. Ein Paradies für Wanderer*innen im Sommer sowie Skitourengeher*innen im Winter. Während diesem Hüttenwochenende wurden wir von Anja, Somara und Ruedi von Transa begleitet. Sie haben dazu einen Blogbeitrag für ihre Website sowie einen Beitrag im 4-Seasons Magazin erarbeitet. Hier findet ihr den Blogbeitrag von Transa.

Manu und sein Hüttenteam verwöhnten uns am Abend mit vegetarischen Antipasti, Risotto und einem Rüeblikuchen. Im vollen Haus wurden Fakten zum Klimawandel sowie das Projekt erläutert, gefolgt von spannenden Diskussionen und Gesprächen mit den engagierten Hüttengästen.

Cabane du Grand Mountet (VS) – die Hütte der 4000er

Im Val d'Anniviers ist an diesem Samstagmorgen viel los, weil gleichzeitig der Berglauf Sierre-Zinal stattfindet. Beim Warten auf die Hüttengäste steigt die Vorfreude auf die Cabane du Grand Mountet, die von lauter 4000ern umringt ist. Motivierte Hüttengäste helfen uns die regionalen Lebensmittel über den langen Hüttenzustieg hochzubringen. Hier darf angemerkt werden, dass an diesem Tag ausnahmslos die Frauen am meisten Power bewiesen haben. Durchnässt und von einem Himmelsfeuerwerk begleitet, machten wir uns auf den Weg zur Hütte. Zum Abendessen gab es eine Zwiebelsuppe, mediterran zubereitetes Gemüse mit Kartoffelstock sowie ein Dessert mit Äpfeln. Am nächsten Morgen zeigten sich die zahlreichen 4000er direkt vor der Türe bei bestem Wanderwetter. Danke an Perrine und ihre Ladies sowie Sonia und Séverine der Sektion Diablerets für ein geniales Hüttenwochenende.

Georgyhütte (GR) – Schnee im August

Die Georgyhütte befindet sich oberhalb von Pontresina im Engadin. 50 Eier, 12 kg Käse und noch vieles Mehr fanden ihren Weg über den Hüttenzustieg hoch zur Hütte. Bei der Hütte angekommen waren wir überglücklich zu sehen, dass die Flagge unserer CO2-Gesetz Kampagne «Vote Now. Ride Later.» uns bereits erwartete. Während des Abendessens fing es an zu schneien; serviert wurden eine Randensuppe, Planted-Chicken-Geschnetzeltes mit Nudeln sowie einem Tiramisu. Gemeinsam mit «Planted» wollten wir aufzeigen, wie vielfältig und interessant Fleischersatz sein kann – und gut in die Hütten passt. Die Hüttengäste waren von den Kochkünsten von Céline, Ursina und Pasci begeistert. Mit Sicht auf den Morteratschgletscher, den Piz Bernina und Piz Palü diskutierten wir über Herausforderungen des Klimawandels sowie unser Projekt.


Voller Motivation bereiten wir uns nun auf die Winteredition von «Klimaschutz auf dem Teller» vor. Bist du Hüttenwart*in und würdest gerne am Projekt teilnehmen oder kennst du jemanden, der eine Hütte führt? Dann schreib uns eine Mail und hilf uns, das Projekt zu expandieren!