COP24: Erkenntnisse der KATOWICE-KONFERENZ, 3. - 14. Dezember 2018

Die Klimakonferenz der Vereinten Nationen in Katowice war verantwortlich für die Implementierung und Umsetzung der Klimaregelung. Diese setzte sich aus den teilnehmenden Ländern des Pariser Abkommen’s zusammen.

Das "Katowice Climate Change Package" beschreibt, inwieweit die Länder ihre Treibhausgasemissionen überwachen und melden sollen und welche Anstrengungen sie unternehmen, um diese zu reduzieren, inklusive der Massnahmen zur Aktualisierung der Emissionspläne.

Die Konferenz hat folgende Ergebnisse erzielt:

  • Begrenzung des Anstiegs der Erderwärmung auf zwei Grad (gemessen an vorindustriellen Werten).

  • Dokumentation der Emissionszielsetzungen und deren Einhaltung der einzelnen Länder durch ein UN-Komitee.

  • Transparenzregeln und Standards zur CO2-Erfassung wurden erstellt. Den ökonomisch schwachen Ländern wird mehr Zeit zur Schaffung entsprechender technischer Voraussetzungen gewährt.

  • Regelmässige Bestandsaufnahmen über Schäden und Verluste durch den Klimawandel. Besonders bedrohte Inselstaaten, welche für den Umgang mit den entsprechenden Schäden mehr Unterstützung fordern, feiern dies als Erfolg.

  • Alle zwei Jahre legen die Industriestaaten nun einen Bericht über ihre Finanzhilfen für Anpassung und Klimaschutz vor.

  • Ab 2020 sollen die Industriestaaten alle zwei Jahre berichten, welche Massnahmen sie ergreifen, um ihre Treibhausgasemissionen zu senken.

  • Ab 2023 soll alle fünf Jahre bilanziert werden, ob die Anstrengungen der Industriestaaten die Erderwärmung wirksam begrenzen können.

  • Ab 2025 sollen die Industriestaaten und freiwillig die Schwellenländer ihre Finanzhilfen für die Anpassung an den Klimawandel weiter aufstocken; alle Zahlungen und ihre Effekte müssen genau dokumentiert werden.

  • Der internationale Handel mit CO2-Zertifikaten darf nur von Ländern vollzogen werden, die regelkonforme Ziele zur Begrenzung ihrer entsprechenden Emissionen verfolgen.

  • Ein Konflikt um Berechnungsverfahren beim Emissionsrechtehandel wurde vertagt.

Die verabschiedeten Regeln sind kein „Muss“, sollen aber durch „Naming and Shaming“ wirksam werden, indem entsprechende Länder bei Verletzungen öffentlich angeprangert werden.

Hier ein beeindruckendes Video der 15-jährigen Greta Thunberg, Young Climate Activist aus Schweden. Sie sprach für ihre Generation auf der UN-Klimakonferenz in Katowice 2018, in der Hoffnung, dass die Konferenzteilnehmer die notwendigen Entscheidungen zur Eindämmung des Klimawandels treffen.